KGA Margaretenhoehe-Nord

Einiges zur Geschichte von Wartenberg

Am 2. Oktober des Jahres 1270, also vor mehr als 740 Jahren, wurde der Name „Bernhardus de Wardenberge" in einer brandenburgischen Urkunde erstmalig aufgeführt und gilt somit als Ersterwähnung Wartenbergs.

Im Jahr 1783 erwirbt der preußische Staatsminister Otto Carl Friedrich von Voß das Dorf Wartenberg sowie das Gut. Das von ihm errichtete Herrenhaus mit Wirtschaftsgebäuden dient in den 30er Jahren des 20. Jahrhundert als Schule für Landmaschinentechniker („Deula-Kraft"). Von 1845 bis 1900 wird das Dorf ausgebaut. In dieser Zeit entsteht die Hofstelle an der Dorfstraße 2, auf der sich heute der Wartenberger Hof befindet. Die Hofanlage mit ihren Stallgebäuden wurde von August Böttcher errichtet, der später als Bürgermeister von Wartenberg aktiv ist. Die heutige Eigentümerin des Hofes ist seine Ur-Enkelin.

Im Jahr 1882 geht das Rittergut Wartenberg für die Anlage von städtischen Rieselfeldern in den Besitz der Stadt Berlin über.

Am 1. Oktober 1920, zum 650 jährigen Jubiläum, wurde Wartenberg ein Ortsteil Groß-Berlins und gehörte zum Verwaltungsbezirk Weissensee. Nur 8 Jahre später entstand nordöstlich des alten Dorfes die Siedlung „Neu-Wartenberg" und weitere 4 Jahre später die Kleingartenanlage „Falkenhöhe". Als am 20. April 1945 die aus dem 13. Jahrhundert stammende Dorfkirche durch Wehrmachtsangehörige gesprengt wird, ist das ein tiefer Einschnitt in der langen Geschichte des Dorfes. Der Bau der Wartenberger Dorfkirche zählte übrigens bis zu seiner Zerstörung zu den schönsten Dorfkirchen Berlins. Am 18. April 1953 erfolgte die Gründung der LPG „1. Mai", der  ein Schauprozess gegen den Großbauern Böttcher voraus geht.

Seit dem 1. September 1985 bildet Wartenberg einen Ortsteil im neuen Stadtbezirk Hohenschönhausen und seit 2001 ist Wartenberg ein Ortsteil im Bezirk Lichtenberg.

Für weitere Informationen informieren Sie sich bitte unter Wikipedia, auf Genwiki oder auf Berlin.de.

Wie kam die Siedlung zu Ihrem Namen?

Bis 1933 war es eine Kleingartenanlage, die zunächst nach ihrem Eigentümer dem Landwirt und Siedlungseigentümer Schneider benannt wurde. Die offizielle Benennung der Siedlung erfolgte 1948 nach dem Vornamen der Ehefrau Schneiders, Margarete Schneider.